Ein warmer, sonniger Windhauch weht um die Martinskirche an diesem Morgen. Gold glänzen schon die Blätter unserer alten Linde und viele Kinder rennen fröhlich über die Kirchwiese. Dann läuten die Glocken freundlich und einladend, los geht’s; unser Kindertag zum Thema „Hast Du heute schon danke gesagt?“ beginnt.

Pfarrerin Doris Marnitz begrüßt alle Kinder mit ihren Familien freundlich. Mit dem Lied „Wir sind eingeladen zum Leben“ starten wir ganz traditionell. Warum feiern wir Erntedank und wofür können wir dankbar sein – nicht nur für Obst und Gemüse, sondern auch für Freundschaft, Familie, Sonne und Regen. Das wurde gleich am Anfang besprochen. Ein paar Erntegaben schmückten schon den Altar. Orange leuchtend ein großer Kürbis und auch lecker duftende Äpfel waren zu sehen. Noch erdige Kartoffeln und grüne Lauchstangen gestalteten ein schönes Bild.

Eine Mitmachgeschichte zeigte uns deutlich, dass Obst und Gemüse mehr als Erde, Wasser, Licht und gutes Wetter braucht. Gottes reicher…

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Am 30. Juli ging es für uns, die Pfadfinder aus dem Stamm Spreemuscheln Cottbus, auf nach Almke bei Wolfsburg, wo eines der größten Lager des VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) stattfand. Dort kamen etwa 5.000 Pfadfinder*innen aus Deutschland und 17 weiteren Ländern, wie zum Beispiel Hongkong oder Kanada, zusammen.

Das Lager war eine sehr gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, da wir in verschiedenen Kochgruppen eingeteilt waren. Unser Stamm war zusammen mit zwei Stämmen aus Berlin und Umgebung. Insgesamt waren wir etwa 40 Pfadis, die zusammen gekocht, musiziert und am Lagerfeuer gesungen haben.

Nach dem ersten Tag wartete das Lagerprogramm schon auf uns. Über das ganze Lager verteilt gab es verschiedene Workshops, beispielsweise Seile spleißen, sticken, Mini-Lagerbauten basteln und vieles mehr. Langweilig war uns nicht, da, wenn wir gerade keine Workshops hatten, das Lager erkundeten und den ein oder anderen Crêpe im Bloody Duck verspeisten. Das war das…

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Das PZNU hat uns eingeladen, eine Gruppenstunde bei ihnen im Garten zu verbringen. Julia und Robert empfingen uns mit der Aufgabe, den Teich von Algen zu befreien, die schon einen Großteil der Wasseroberfläche bedeckten. 

Mit Harken wurden die Algen herausgefischt und auf Wasserlebewesen wie Kaulquappen, Molche, Schnecken und Egel untersucht. Diese wollten und sollten natürlich zurück in den Teich. Über zwanzig Molche und ein paar Kaulquappen haben wir in den Algen gefunden. Auch Libellenlarven in verschiedenen Entwicklungsstadien waren dabei. Nebenbei haben uns Julia und Robert immer wieder Details gezeigt und Fragen beantwortet. 

Nach knapp zwei Stunden waren die vielen Frösche von dem Trubel erlöst und ein guter Teil des Teiches wieder bewuchsfrei. Wir versuchten anschließend noch, die gefundenen Krabbel- und Schwimmtiere in der Becherlupe zu bestimmen.

Vielen Dank euch beiden für eure Zeit und das coole Projekt! Wir kommen sehr gern wieder.

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Die Wanderschuhe schnüren und raus in die Mark – das war der Plan für das verlängerte erste Mai-Wochenende. Wir hofften auf milde Tage und milde Nächte und sollten beides nicht erhalten.

In Madlow verstauten wir am Freitagmorgen noch den Proviant und auf ging es Richtung Süden. An dem ersten Wegpunkt Kutzeburger Mühle gab es für einige schon mal das erste Eis und eine Gelegenheit, die Rucksackriemen nochmal richtig anzupassen. Und weiter führt uns der Pfad durch Wälder und Dörfer zur Talsperre Spremberg. Es war warm, aber im Wald noch erträglich. Immer wieder mal stießen wir auf Feiergesellschaften, die es sich am Wasser oder unter dem Maibaum gemütlich gemacht haben.

Am Stausee angekommen mussten die qualmenden Füße erstmal ein bisschen abgekühlt werden und auch auf ein weiteres Eis brauchten wir nicht zu verzichten. Nach einem kurzen Telefonat war klar, dass unsere vereinbarte Übernachtungsgelegenheit ausfallen wird und wir dringend etwas Neues benötigen. Einige fieberhafte…

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Es ging um den Klang der Sprache unserer Vorfahren. Da wir wendisch nicht mehr verstehen, bleibt uns immerhin noch der Klang. Zwei junge Frauen aus Schorbus können tatsächlich wieder wendisch, dank dem sorbischen Gymnasium. Sie waren wertvolle Helfer bei der Vorbereitung des Gottesdienstes. 
„Jeder in seiner Sprache, in der Sprache des Herzens“, eine ungewöhnliche Sprach- und Klangsituation, wenn Glaubensbekenntnis und Vaterunser zweisprachig gesprochen und gehört werden. Ich fühlte dabei den Prozess des Unterganges der Muttersprache, komprimiert auf wenige Minuten. 
Die wendische Predigt in Kurzversion (deutsche Langversion im Liedblatt) basierte auf 3 Sprichwörtern:
„Wie du mir, so ich dir!“
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!“
„Was dich erdrückt, was du verschuldt, das hat ein anderer erduldt!“
Wenn wir diese Weisheiten in unserem Rucksack haben, dann sind wir als Wanderer durchs Leben, durch die Zeiten, gut gerüstet. 800 Jahre Schorbus, da kommt viel…

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Es sollte ein feierlicher Auftakt werden, denn diesen Zeitraum von 800 Jahren kann sich kaum einer der Anwesenden vorstellen. Kein Ort ist geeigneter als das Gebäude auf dem kleinen Hügel mitten im Dorf. Schon damals stand diese Kirche dort, in welcher Gestalt auch immer. Die Festmusik mit Orgel, Flügelhorn und Akkordeon sorgte für die entsprechende Stimmung und Aufmerksamkeit. Ortsvorsteher und Bürgermeister fanden geeignete Worte für einen interessanten Rückblick aber auch für den Blick nach vorn. Szenische Lesungen aus dem Zeitungsnachlass von Christian Schwela (jahrelanger Lehrer, Kantor und Redakteur in Schorbus) gaben der festlichen Stimmung einen humorvollen Anstrich. Auch der Landrat grüßte mit einem Festwort, verlesen von Herrn Giebler.

Einer der Höhepunkte war die Festbuchpräsentation. Ein Erzählbuch der Schorbuser, die in 64 kleinen Geschichten über Ihr Leben, Ihre Erinnerungen, ihre Wünsche und Begeisterungen und immer wieder über das „Damals“ schrieben. Pfarrer Marnitz…

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