Frühlingshajk 2026

Die Wanderschuhe schnüren und raus in die Mark – das war der Plan für das verlängerte erste Mai-Wochenende. Wir hofften auf milde Tage und milde Nächte und sollten beides nicht erhalten.

In Madlow verstauten wir am Freitagmorgen noch den Proviant und auf ging es Richtung Süden. An dem ersten Wegpunkt Kutzeburger Mühle gab es für einige schon mal das erste Eis und eine Gelegenheit, die Rucksackriemen nochmal richtig anzupassen. Und weiter führt uns der Pfad durch Wälder und Dörfer zur Talsperre Spremberg. Es war warm, aber im Wald noch erträglich. Immer wieder mal stießen wir auf Feiergesellschaften, die es sich am Wasser oder unter dem Maibaum gemütlich gemacht haben.

Am Stausee angekommen mussten die qualmenden Füße erstmal ein bisschen abgekühlt werden und auch auf ein weiteres Eis brauchten wir nicht zu verzichten. Nach einem kurzen Telefonat war klar, dass unsere vereinbarte Übernachtungsgelegenheit ausfallen wird und wir dringend etwas Neues benötigen. Einige fieberhafte Überlegungen und Holzwege später kamen wir in Bagenz unter, wo uns eine wunderbare Zeltwiese und zuvorkommende Gastgeber erwarteten. Vielen Dank nochmal, dass ihr uns das so spontan möglich gemacht habt!

Ein bisschen schaukeln und Trampolin springen, dann das Nachtlager aufbauen. Absichtlich haben wir uns gegen Schwarzzelte entschieden, um das Marschgepäck möglichst leicht zu halten. Stattdessen hatten wir Tarps dabei. Die Nacht wurde kalt, aber dafür trocken und sternreich.

Die früh aufgehende Sonne trocknete den Tau von unseren Schlafsäcken, während wir uns über das Frühstück hermachten.

Schnürsenkel zu und Rucksack auf, weiter geht’s. Durch Neuhausen und Frauendorf ging es durch Wald und etwas an der Landstraße entlang wieder Richtung Madlow. Dabei liefen wir eine lange Zeit an der Spree, kleine Ratespiele verkürzten uns die Distanz. Viele Menschen trafen wir heute nicht mehr. Es wurde immer wärmer und wärmer. An der Spreeaue fanden wir einen schönen Platz für eine lange Mittagspause und auch eine Spreemuschel.

Die letzten Kilometer zogen sich dann noch ein bisschen, aber bald war der Kirchturm in Sicht: Unsere kleine Fahrt ist vorbei.

Fotos: Ev. GKG Cottbus-Süd