Jedes Jahr im Herbst heißt es endlich wieder: Wir fahren auf ein Lager! Dieses Mal haben wir uns das lange Wochenende Anfang Oktober ausgesucht und drei Tage in der Waldschule Kleinsee geplant.
Die Anreise haben wir pfadfindertypisch mit einem Hajk, also einer Wanderung mit Übernachtung, absolviert. Aufgrund des späten Starts nach der Schule sind wir mit dem Zug vom Hauptbahnhof nach Jänschwalde gefahren und knapp 2 Stunden zunächst zum Großsee gelaufen. Durch Wald und Dorf, über Straßen und Felder sind wir gut vorangekommen. In Drewitz hat uns eine nette Anwohnerin Eis ausgeteilt, was uns wieder Energie für den zweiten Teil der Strecke gab.
Am Großsee angekommen, fing es langsam an zu dämmern. Wir wollten die Zelte unbedingt noch im Hellen aufbauen, also ging es ohne zu Verschnaufen ans Werk. Das Zeltmaterial wurde von den Rucksäcken gelöst und ein geeigneter Untergrund gesucht. Also rein mit den Heringen, Isomatten aufgepustet und das Nachtlager eingerichtet. In der Zwischenzeit ging schon mal der Gaskocher an, um uns den Hajk-Klassiker "Couscous mit Tomatensoße" zuzubereiten.
Jetzt nur noch Abwaschen, Zähneputzen, ab ins Bett.
Am nächsten Morgen ging es dann noch ein paar wenige Kilometer nach nebenan zum Kleinsee, wo der Materialtransport schon angekommen war. Zuerst haben wir ein kleines Aufwärmspiel gemacht und dann ging es auch schon an den Zeltaufbau. Unsere Jurte sollte aufgebaut werden und noch eine Kohte dazu. Wozu haben wir sonst die letzten Wochen immer wieder Knoten und Bünde geübt.
Nach dem Mittagessen wollten wir die Umgebung der Pinnower Läuche und Tauerschen Eichen erkunden. Unterwegs haben wir uns die Zeit mit einer spontanen Runde "Capture the Flag" im Wald vertrieben.
Nach dem Abendessen gab es dann endlich wieder eine Singerunde am Lagerfeuer. Danach stiegen wir müde und dick eingepackt in die Schlafsäcke. Die Nacht sollte kalt werden.
Am Samstagvormittag umrundeten wir in einer kleinen Wanderung den See. Während einer Rast schärften wir mit einer Sammelrallye unseren Beobachtungssinn, sowie Naturkenntnisse und sammelten nebenbei auch etwas Müll auf.
Am Nachmittag bot uns der Grillpavillion der Waldschule guten Schutz vor Dauerregen und wir vertrieben uns darin die Zeit u.a. mit Textilmalerei. Außerdem wurde immer wieder fleißig Holz gehackt, um das Feuer am Laufen zu halten. Und dann musste ja auch noch Suppe und Tschai gekocht werden.
Die abendliche Lagerfeuerrunde verlegten wir in die Jurte und mit Tschai und Liedern läuteten wir die Nacht ein, bis auch irgendwann der Regen aufhörte.
Am nächsten Morgen schickte uns der Himmel sogar etwas Sonne und Wind, so dass die Zelte während Frühstück und Andacht trocknen konnten und wir letztlich bis Mittag alles trocken einpacken konnten. Welch ein Glück und was für ein schönes kleines gemütliches Lager!
Schön, dass ihr alle dabei wart - bis zum nächsten Mal!